{"id":595,"date":"2014-12-17T11:03:57","date_gmt":"2014-12-17T10:03:57","guid":{"rendered":"http:\/\/www.obsfin.ch\/?page_id=595"},"modified":"2014-12-17T12:06:57","modified_gmt":"2014-12-17T11:06:57","slug":"methode-fur-die-analyse-und-die-bedeutung-der-unternehmenskultur","status":"publish","type":"page","link":"https:\/\/www.obsfin.ch\/de\/aktivitaten\/studien-expertisen-und-mandate\/methode-fur-die-analyse-und-die-bedeutung-der-unternehmenskultur\/","title":{"rendered":"Methode f\u00fcr die Analyse und die Bedeutung der Unternehmenskultur"},"content":{"rendered":"<p>Unternehmen, Finanzinstitutionen, Verwaltungen und Nichtregierungsorganisationen (NGO) sehen sich einer Vielfalt von Herausforderungen gegen\u00fcbergestellt. Diese h\u00e4ngen mit den immer komplexeren Regulierungen zusammen, dem Leistungsdruck, den ethischen Geboten, kulturellen Unterschieden, \u00f6kologischen Erfordernissen, sowie allgemein den gesellschaftlichen Erwartungen. Dies beeinflusst die Haltung, das Verhalten, die Wahrnehmung und die Erwartungen eines jeden Mitarbeiters und kann daher, bei zunehmender Diskrepanz, zu internen Spannungen f\u00fchren. Die Effizienz der Handlungen einer Organisation sowie ihr guter Ruf h\u00e4ngen von ihrer F\u00e4higkeit ab, die verschiedensten Einstellungen und Erwartungen der Mitarbeiter intern zu harmonisieren. Das setzt eine Unternehmenskultur voraus, welche auf gemeinsame Werte abstellt.<\/p>\n<h2>\nWozu dient MIND THE GAP?<\/h2>\n<p>Das Analyseinstrument MIND THE GAP versucht auf die drei folgenden Herausforderungen eine Antwort zu geben:<\/p>\n<p>(1) Eine Diagnose zur Kultur der Organisation stellen: In vielen Organisationen \u2013 insbesondere im Bereich der Dienstleistungen \u2013 gibt es einen wachsenden Anteil von Mitarbeitern, die zunehmend mit der Aussenwelt in Kontakt stehen und auf ihre Anspr\u00fcche reagieren m\u00fcssen. Die Mitarbeiter nehmen so ihre Organisation in die Pflicht. Die stetige Interaktion mit dem Umfeld birgt sowohl Potential wie Risiken, was den Vorst\u00e4nden, Leitungsgremien und Gesch\u00e4ftsleitungen sehr wohl bewusst ist. MIND THE GAP identifiziert die Abweichungen der Wahrnehmungen und Haltungen zwischen einerseits den von der Organisation vertretenen Werten und andererseits dem, was tats\u00e4chlich in der Praxis gelebt wird. Auf eine p\u00e4dagogische Weise zeigt \u201eMIND THE GAP\u201c zum einen die Kultur und die Werte der Organisation und zum anderen die Einstellung und Erwartungen der Mitarbeiter auf. Die Diagnose, die sich aus der pers\u00f6nlichen Befragung der Mitarbeiter heraussch\u00e4lt, erlaubt es dann, die dringlichsten Anpassungen zu identifizieren.<\/p>\n<p>(2) Das Engagement der Kaderleute und Mitarbeiter verstehen und ihrem Desinteresse zuvorkommen: In vielen Organisationen ist ein gewisses Desinteresse der Mitarbeiter festzustellen. Mehrere Studien haben gezeigt, dass bis zu zwei Drittel der Mitarbeiter ihr Engagement im Unternehmen mit der Zeit reduzieren. Auf der anderen Seite beobachtet man bei einem Teil der Kadermitarbeitenden ein Workaholic-Syndrom. F\u00fcr sie wird die Organisation zum Selbstzweck. Die Organisationen verf\u00fcgen jedoch im Prinzip \u00fcber Wege, mit denen sie das Interesse und das Engagement ihrer Mitarbeiter positiv beeinflussen k\u00f6nnen: beispielsweise durch einen ad\u00e4quaten F\u00fchrungsstil, aber auch durch die Kultur und Werte, die die Organisation vermittelt. Das Analyseinstrument MIND THE GAP ergr\u00fcndet die tiefen Ursachen f\u00fcr das Desinteresse bzw. das Workaholic-Syndrom der Mitarbeiter.<\/p>\n<p>(3) Die aktuellen ethischen Herausforderungen integrieren: In einer Zeit, in welcher Ethik und gesellschaftliche Verantwortung eine immer gr\u00f6ssere Bedeutung gewinnen, verf\u00fcgen nur wenige Organisationen \u00fcber die Mittel, die Anspr\u00fcche und Erwartungen ihrer Mitarbeiter in diesen Bereichen zu kennen. Eine Organisationskultur, die auf klaren ethischen Werten basiert, vermindert die Risiken, dass es zu ethisch fragw\u00fcrdigen Handlungen kommt. Die Methode MIND THE GAP zeichnet die Einstellung auf, welche die Mitarbeiter gegen\u00fcber relevanten ethischen Fragestellungen haben.<\/p>\n<h2>Wie funktioniert \u201eMIND THE GAP\u201c?<\/h2>\n<p>Mit der Analysemethode \u201eMIND THE GAP\u201c werden die Risiken und das Potential evaluiert, welche die Diskrepanzen der Anliegen und den Einstellungen der unterschiedlichen Mitarbeitergruppen innerhalb von Organisationen erscheinen lassen. Dies geschieht durch die Beantwortung eines Fragebogens, der vier wichtige Dimensionen jeder T\u00e4tigkeit einer Organisation oder eines Unternehmens abdeckt. Um die Zuverl\u00e4ssigkeit der Analyse zu gew\u00e4hrleisten, muss den Mitarbeitern ausdr\u00fccklich absolute Vertraulichkeit der Daten zugesichert werden, die jedes R\u00fcckverfolgen der gesammelten pers\u00f6nlichen Daten ausschliesst.<\/p>\n<p>Die Anwendung der Methode erfolgt in vier Schritten:<\/p>\n<p>1. <em>Kartografie der Kultur und der Erwartungen der Mitarbeiter<\/em>: Mittels eines an die Mitarbeiter (oder Gruppe von Mitarbeitern) adressierten Fragebogens werden ihre pers\u00f6nlichen Einstellungen gegen\u00fcber den vier ber\u00fccksichtigten Dimensionen ihrer T\u00e4tigkeit in der Organisation erfasst, n\u00e4mlich:<\/p>\n<ul>\n<li style=\"text-align: center;\">\n<p style=\"text-align: left;\">Wirtschaftliche Leistung<\/p>\n<\/li>\n<li style=\"text-align: left;\">Verfahren und Regulierung<\/li>\n<li style=\"text-align: left;\">\n<p style=\"text-align: left;\">Gesellschaft und Umwelt<\/p>\n<\/li>\n<li style=\"text-align: center;\">\n<p style=\"text-align: left;\">Ethik und Verantwortung<\/p>\n<\/li>\n<\/ul>\n<table width=\"100%\">\n<tbody>\n<tr>\n<td width=\"20%\">\n<p align=\"center\"><strong>Beispiel von drei Gruppen innerhalb einer Organisation<br \/>\n<\/strong><\/p>\n<\/td>\n<td width=\"80%\">\n<div align=\"center\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"aligncenter wp-image-377 size-medium\" src=\"http:\/\/www.obsfin.ch\/wp-content\/uploads\/2014\/11\/MTG-en-300x187.jpg\" alt=\"Mind the Gap\" width=\"300\" height=\"187\" srcset=\"https:\/\/www.obsfin.ch\/wp-content\/uploads\/2014\/11\/MTG-en-300x187.jpg 300w, https:\/\/www.obsfin.ch\/wp-content\/uploads\/2014\/11\/MTG-en-1x1.jpg 1w, https:\/\/www.obsfin.ch\/wp-content\/uploads\/2014\/11\/MTG-en.jpg 970w\" sizes=\"auto, (max-width: 300px) 100vw, 300px\" \/><\/div>\n<\/td>\n<\/tr>\n<\/tbody>\n<\/table>\n<p align=\"justify\">2.<em> Die Einsch\u00e4tzung der Diskrepanzen und der Risiken: <\/em>Mit dem Vergleichder Erwartungen einerseits und den tats\u00e4chlichen Wahrnehmungen anderseits liefert die Methode MIND THE GAP ein zuverl\u00e4ssiges Bild der Diskrepanzen zwischen Wirklichkeit und Anspr\u00fcchen. Dank dieser Beobachtungen k\u00f6nnen sowohl die Risiken f\u00fcr die Organisation als auch die m\u00f6glichen Verbesserungen identifiziert werden.<\/p>\n<p align=\"justify\">3.<em> Die Bestimmung der relevanten Mitarbeitergruppen innerhalb der Organisation: <\/em>Wenn m\u00f6glich, je nach der Anzahl der in der Untersuchung einbezogenen Mitarbeiter, oder wenn gew\u00fcnscht, kann MIND THE GAP auch auf mehrere Mitarbeitergruppen angewandt werden, so dass bestehende Diskrepanzen zwischen den Gruppen identifiziert werden k\u00f6nnen.<\/p>\n<p align=\"justify\">4.<em> Die Wiedergabe der Resultate und der Empfehlungen: <\/em>Die Auswertung der Daten wird an die Verantwortlichen der Organisation in einer standardisierten Form abgegeben. Auf dieser Basis kann ein Dialog zwischen den Beteiligten der Organisation und den Beauftragten der Analyse in die Wege geleitet werden, um die Ursachen f\u00fcr die festgestellten Abweichungen zu ergr\u00fcnden und jene Massnahmen zu treffen, die diese Abweichungen m\u00f6glichst beseitigen. Dieser letzte Schritt findet statt, wenn sich die beauftragende Organisation dazu verpflichtet, die Empfehlungen und eventuell vorgeschlagenen Massnahmen auch umzusetzen.<\/p>\n<p><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"aligncenter wp-image-327 size-full\" src=\"http:\/\/www.obsfin.ch\/wp-content\/uploads\/2014\/10\/logo_MTG.gif\" alt=\"Mind the Gap - Observatoire de la Finance\" width=\"240\" height=\"190\" \/><\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Unternehmen, Finanzinstitutionen, Verwaltungen und Nichtregierungsorganisationen (NGO) sehen sich einer Vielfalt von Herausforderungen gegen\u00fcbergestellt. Diese h\u00e4ngen mit den immer komplexeren Regulierungen [&hellip;]<\/p>\n","protected":false},"author":5,"featured_media":0,"parent":593,"menu_order":0,"comment_status":"closed","ping_status":"closed","template":"page-templates\/full-width.php","meta":{"site-sidebar-layout":"default","site-content-layout":"","ast-site-content-layout":"default","site-content-style":"default","site-sidebar-style":"default","ast-global-header-display":"","ast-banner-title-visibility":"","ast-main-header-display":"","ast-hfb-above-header-display":"","ast-hfb-below-header-display":"","ast-hfb-mobile-header-display":"","site-post-title":"","ast-breadcrumbs-content":"","ast-featured-img":"","footer-sml-layout":"","ast-disable-related-posts":"","theme-transparent-header-meta":"","adv-header-id-meta":"","stick-header-meta":"","header-above-stick-meta":"","header-main-stick-meta":"","header-below-stick-meta":"","astra-migrate-meta-layouts":"default","ast-page-background-enabled":"default","ast-page-background-meta":{"desktop":{"background-color":"var(--ast-global-color-4)","background-image":"","background-repeat":"repeat","background-position":"center center","background-size":"auto","background-attachment":"scroll","background-type":"","background-media":"","overlay-type":"","overlay-color":"","overlay-opacity":"","overlay-gradient":""},"tablet":{"background-color":"","background-image":"","background-repeat":"repeat","background-position":"center center","background-size":"auto","background-attachment":"scroll","background-type":"","background-media":"","overlay-type":"","overlay-color":"","overlay-opacity":"","overlay-gradient":""},"mobile":{"background-color":"","background-image":"","background-repeat":"repeat","background-position":"center center","background-size":"auto","background-attachment":"scroll","background-type":"","background-media":"","overlay-type":"","overlay-color":"","overlay-opacity":"","overlay-gradient":""}},"ast-content-background-meta":{"desktop":{"background-color":"var(--ast-global-color-5)","background-image":"","background-repeat":"repeat","background-position":"center center","background-size":"auto","background-attachment":"scroll","background-type":"","background-media":"","overlay-type":"","overlay-color":"","overlay-opacity":"","overlay-gradient":""},"tablet":{"background-color":"var(--ast-global-color-5)","background-image":"","background-repeat":"repeat","background-position":"center center","background-size":"auto","background-attachment":"scroll","background-type":"","background-media":"","overlay-type":"","overlay-color":"","overlay-opacity":"","overlay-gradient":""},"mobile":{"background-color":"var(--ast-global-color-5)","background-image":"","background-repeat":"repeat","background-position":"center center","background-size":"auto","background-attachment":"scroll","background-type":"","background-media":"","overlay-type":"","overlay-color":"","overlay-opacity":"","overlay-gradient":""}},"footnotes":""},"class_list":["post-595","page","type-page","status-publish","hentry"],"_links":{"self":[{"href":"https:\/\/www.obsfin.ch\/de\/wp-json\/wp\/v2\/pages\/595","targetHints":{"allow":["GET"]}}],"collection":[{"href":"https:\/\/www.obsfin.ch\/de\/wp-json\/wp\/v2\/pages"}],"about":[{"href":"https:\/\/www.obsfin.ch\/de\/wp-json\/wp\/v2\/types\/page"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.obsfin.ch\/de\/wp-json\/wp\/v2\/users\/5"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.obsfin.ch\/de\/wp-json\/wp\/v2\/comments?post=595"}],"version-history":[{"count":1,"href":"https:\/\/www.obsfin.ch\/de\/wp-json\/wp\/v2\/pages\/595\/revisions"}],"predecessor-version":[{"id":596,"href":"https:\/\/www.obsfin.ch\/de\/wp-json\/wp\/v2\/pages\/595\/revisions\/596"}],"up":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.obsfin.ch\/de\/wp-json\/wp\/v2\/pages\/593"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/www.obsfin.ch\/de\/wp-json\/wp\/v2\/media?parent=595"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}